Konzert im Brandenburger Studentenclub IQ

ein Bericht von Thomas Nehrkorn

Der gemeine Brandenburger im Allgemeinen und der Musiker im Besonderen sehnt sich in seinem täglichen Tun und Lassen nach einer Heimat, in der er sich wohlfühlt und die ihm das nicht käufliche Gefühl von Geborgenheit vermittelt. Unsere vier Freunde sind offenbar auf dem besten Weg, sich diese Heimat zu erspielen, obwohl keiner von ihnen je eine Oma in der Stadt an der Havel gehabt hat oder dort bei einer Tante dritten Grades übernachtete. Der Auftritt mitten in der 16. Kalenderwoche des Jahres 2004 im Studentenkeller IQ war dann somit etwas ganz besonderes im Verlauf der Plastic Mind Tour. Wie mittlerweile schon gewohnt wurden wir von einem gut gelaunten Sören sehnlichst erwartet und das Zeug zum Krach machen war auch schon aufgebaut. So hatte die Band als erstes die Aufgabe, das gottlob nicht allzu viele Equipment in die Katakomben der Fachhochschule zu transportieren.

K.a.m.a. als Opener des Abends war bereits vor Ort und dank der Hilfe eines Tom Gericke an den Reglern gestaltete sich der Soundcheck als gewohnt unkompliziert und ging rasch über die sprichwörtliche Bühne. Gegen 22:00 wurde dann der Reigen bunter Melodien durch besagte Band mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und Klarinette eröffnet. Sichtlicher Stolz erfüllte die vier Musiker, da sie vor den "Großen" ihr Können unter Beweis stellen durften. Da machte sich dann doch ein leichter Anflug von Lampenfieber in den Gesichtern breit, als dann der Keller schon ordentlich gefüllt war und sie zum Spiel ansetzten. Dem Publikum gefiel`s und sie wurden mit reichlich Applaus von der Bühne begleitet.

Was folgte war eine kurze Umbaupause und gegen 23:00 standen die Helden des Treuenbrietzen Grunch da wo sie hingehören: Auf der Bühne. Beinahe jedes Lied wurde vom zirka 250 Münder zählenden Publikum mitgesungen und selbst weit gereiste Afrikaner spürten den Rhythmus im Songmaterial. Die Luft im Domizil war zum Schneiden und Denis verausgabte sich an den Trommeln fast bis zur völligen Erschöpfung. So konnten die vier Musiker die Bühne erst wieder nach zwei Zugaben verlassen und nahmen im Anschluss sofort die PR- Termine war und ließen sich herzen und drücken, bis die T- Shirts voller Schminke und Tränen des Abschieds waren.
Bis zum nächsten Konzert dauert es ja auch noch soooo lang....
' C U in Luckenwalde
Euer Thomas