Freitag, 18. Juni, Treuenbrietzen "Let´s Rock"

Pünktlich um 18.00 Uhr wurde die wunderschöne, unter Naturschutz stehende Lindenallee mit ordentlich Dezibel aus der Rockmusikbox befeuert. "Let´s Rock" hieß das Thema, welches als Open Air Festival im Jugendclub Treuenbrietzen organisiert wurde.

Das Wetter spielte mit, auch wenn es am Vormittag sehr fragwürdig vom Himmel blickte. Doch alles lief gut. Schließlich wurde eine Vielzahl an Leuten erwartet, und sie kamen auch, 470 an der Zahl! Der kleine Wiesenplatz, unmittelbar vor dem Jugendclub-Gebäude direkt an der Nieplitz, schien mächtig überfüllt, und das war auch gut so. Mit viel Mühe hatten die Jugendlichen diesen Tag vorbereitet und ernteten nun großen Respekt in Form von ordentlicher Besucherzahl!

Dank eines genialen Herrn Tom Tom Gehricke am Mischpult und eines, lustvoll mit dem Bein schwingenden, Herrn Jens Rettig an den Lichtreglern sollte dieser Abend ein voller Erfolg werden. Viele neue Gesichter sangen gekonnt fast jeden Titel mit, klatschten unüberhörbar rhythmisch auf den Bühnenrand, hielten Schilder mit Liebeserklärungen parat und gingen teilweise sogar so weit, dass sie mit auf die Bühne kamen. Ein toller Abend mit allem, was dazu gehört.
Vielen Dank Henry & Kati, dass wir euch endlich wieder in den Arm nehmen durften!
Vielen Dank Ela & Marie für die zauberhafte Darbietung und die sagenhafte Treue!
Vielen, vielen Dank Treuenbrietzen!

Samstag, 19. Juni, Havelfest in Brandenburg

Zitat MAZ Brandenburg (Silvia Simon) vom Montag, den 21. 06. 2004:

"Wir kriegen euch noch weich.." Die Ankündigung des Sängers der Band "Blind Man´s View" schallt am Samstagabend wie eine Drohung über die Bühne am Düker. Aber irgendwie sollte Marcel Wricke Recht behalten.
Nach etlichen Songs und zahllosen Ansagen an die Havelfestgäste - "Hallo du da! Bleib doch mal stehen!" - wagt sich das zurückhaltende Publikum dann doch an die Bühne heran. Der nette Hinweis "Wir sind mindestens fünf Stunden von Treuenbrietzen nach Brandenburg gefahren und spielen uns den A.... für euch ab, und was macht ihr?", hat offenbar doch gefruchtet. Und die krachende Rockmusik des jungen Quartetts natürlich auch. Harte Gitarrenriffs, frische und eingängige Melodien, wenn es sein muss, auch mal die Coverversion eines Schmusesongs - die Sieger des Landesrockwettbewerbs 2000 haben sich längst ein äußerst hörenswertes Repertoire erarbeitet und sich im Laufe der Jahre eine treue Fangemeinde zusammengespielt.

Rucksäcke und T-Shirts mit Band-Logo im Publikum sind zwar (noch) die Ausnahme. Aber erstaunlich viele der vorwiegend jungen Zuhörer singen jede einzelne Liedzeile der englischsprachigen Titel freudig mit. Der eine oder die andere fühlt sich sogar zum Headbangen animiert und lässt die Wallemähne durch die laue Juniluft fliegen.
Ungeschoren kommt bei der Combo, die 2003 ihr Erstlings-Album "my private sun" veröffentlichte und schon als Vorband von "Keimzeit" spielte, niemand davon. Weder die MAZ-Fotografin ("Von welcher Zeitung kommst du?"), noch die Mutter, die mit Kind im Schlepptau an der Bühne vorbei eilt. "Bleib mal stehen, wir sind pädagogisch wertvoll", ruft der Frontmann Wricke hinterher - vergeblich. So viel märkische Zurückhaltung kriegt nicht mal ´ne frische Briese aus Treuenbrietzen weich.

Ach übrigens:
Die ersten Fanbriefe aus Österreich erreichten uns - Vielen Dank!: