Ausfahrt 32... Konzert mit Keimzeit in Wermsdorf "Schloß Hubertusburg" | 20. März 2004

(ein Bericht von Thomas Nehrkorn)

und "Mutzschen" hieß der Zielpunkt auf der A 14, der uns umgehend zum Ort des Geschehens im tiefsten Sachsen führen sollte. Wieder einmal als Support von Keimzeit unterwegs und wieder einmal im Freistaat. Und doch war es für unsere Kapelle etwas ganz besonderes: Es sollte der erste Auftritt mit dem "Neuen" werden. Nach eineinhalb Wochen intensiven Probens stand für die verbliebenen Blind Man`s Viewer fest: Während der Plastic Mind Tour 2004 gibt es Strawberries mit Piochie. Und diese Lösung lag von Anfang an so nah, dass man sich geärgert hat, nicht sofort darauf gekommen zu sein. Wer, wenn nicht der "Gitarrenroadie" kannte die Titel so gut wie der ungefähr zwei Meter fünfzig große Thomas Pioch? So sprang er nach ernüchternden Vorspielen anderer Gitarristen sofort in die Bresche und verzückte die drei Rest- BMV`ler mit umfassender Kenntnis des Songmaterials, einschließlich der dazugehörenden Akkorde. Und wenn meine adlergleichen Beobachtungen richtig waren, haben die Knie des Herrn Pioch beim Anblick der schätzungsweise 500 Besucher ganz schön geschlottert. Aber um es vorweg zu nehmen: Er hat sich toll geschlagen und ihm sei an dieser Stelle der Respekt des Busfahrers ausgesprochen! Genau so ungewöhnlich war natürlich auch der Anblick eines Jürgen Zesche am Gesangsmikro. Auch er hat sich ganz tapfer geschlagen und auch ihm rufen wir zu: "Respekt"!

Das Konzert selbst war eines der schönsten, was wir in den letzten Monaten erleben durften, vor allen Dingen für die Musiker selbst, die sich am reich gedeckten Catering laben durften und vor dem Auftritt mit Hasenbraten, gebratenem Geflügel und Röstern verwöhnt wurden. Auch wurden wir wieder äußerst freundlich von der Keimzeit- Crew und den Musikern in Empfang genommen. Das Wort "Vorband" existiert im Kopf der gesamten Mannschaft nicht und so teilten wir neben den Kaffeekannen auch wieder einmal die Sympathie füreinander. Und wie schon in Görlitz schlug den Musikern eine Welle der Begeisterung seitens des Publikums entgegen. So konnten wir uns mit dem Veranstalter auch darauf einigen, wieder einmal in Wermsdorf aufzuschlagen und zusammen mit den Sachsen zu Rocken, was das Zeug hält. Aus diesem Grund wiederhole ich mich gern:
Danke Keimzeit, Danke Crew und Danke Wermsdorf für diesen tollen Abend!